Geist herrscht über Materie

Bere­its Albert Ein­stein hat fest­gestellt, dass (ich zitiere)

Jed­er, der sich ern­sthaft mit der Wis­senschaft beschäftigt, gelangt zu der Überzeu­gung, dass sich in den Geset­zmäßigkeit­en der Welt ein dem men­schlichen unge­heuer über­legen­er Geist man­i­festiert, dem gegenüber wir mit unseren beschei­de­nen Kräften demütig zurück­ste­hen müssen.“

Wis­senschaft set­zt sich zusam­men aus Hypothese oder The­o­rie, aus Beobach­tung, Erfahrung und aus Glauben. Daraus entste­hen Mod­elle, nicht die Wahrheit. Kein­er weiß, wann ein wis­senschaftlich­es Mod­ell lediglich ein Hil­f­s­mit­tel ist und wann die wahre Wirk­lichkeit beschrieben ist.

Der Men­sch hat enorme geistige Fähigkeit­en, doch die meis­ten von uns nutzen sie nicht – wis­sen nicht ein­mal, dass sie vorhan­den sind. Dabei brauchen wir uns nur zu fra­gen, warum unser Kör­p­er über­haupt funk­tion­iert. Wie kommt es, dass ich sprechen oder laufen kann?

Oder nehmen wir ein ganz ein­fach­es Beispiel für unsere wil­lentliche Motorik: „Ich will jet­zt meinen recht­en Arm heben!“ sage oder denke ich und die Materie des recht­en Arm hebt sich tat­säch­lich gegen die Schw­erkraft.

Sie wer­den sich­er nun denken, „Das ist ja lächer­lich, was soll das?“

Aber schauen Sie sich den Satz ein­mal genauer an! Er begin­nt mit „Ich will …“

Wer oder was ist ICH? Oder Wer oder was ist mein Wille?

Geist herrscht über Materie

Und warum kann ich mit einem geisti­gen Prinzip – was ja wohl mein Wille ist – die Materie meines Armes bee­in­flussen? Denn dieser gehorcht in sein­er mech­a­nis­chen Bewe­gung exakt meinem Willen, sofern mein Kör­p­er unversehrt ist.

Die Antwort ist recht ein­fach => Geist steuert die Materie unseres Kör­pers in jedem Augen­blick unseres täglichen Lebens. Wie son­st kön­nten wir mit nichts anderem als unserem Willen – einem puren geisti­gen Prinzip – sprechen, laufen und alle anderen motorischen Aktiv­itäten aus­führen?

Die Ker­naus­sage meines Schreibens ist pro­voka­tiv => Ohne Bewusst­sein existiert nichts – tat­säch­lich nichts auf dieser Welt!

Wir machen uns die wahren Wun­der nur ein­fach nicht wahr. Es gren­zt doch beispiel­sweise an ein Wun­der, dass wir unseren Kör­p­er mith­il­fe unseres Bewusst­seins dirigieren kön­nen. Wir laufen, wir heben, wir greifen, weil es wollen. Unser Wille hat die Macht, all das zu bewirken.

Infor­ma­tio­nen ver­mit­teln zwis­chen Geist und Mate­rien

Nun ist unser Wille jedoch ein rein infor­ma­tiv­er Prozess, während Laufen, Heben oder Greifen immer mit ein­er Änderung der Kör­per­ma­terie ein­herge­hen: Ner­ven wer­den aktiviert, Muskeln verkürzen sich. Mein Wille und meine Gedanken haben einen Ein­fluss auf die Materie. Die entschei­dende Frage ist nun: Wie und wo find­et jed­er Trans­for­ma­tion­sprozess eines geisti­gen Impuls­es statt, die zu ein­er reinen Bee­in­flus­sung der Materie führt? Was genau passiert, wenn ich z.B. meinen Arm hebe? Was passiert, wenn der Wille die Mate­rien aufruft, etwas zu tun?

Es fließen offen­sichtlich Infor­ma­tio­nen. Infor­ma­tio­nen ver­mit­teln zwis­chen Geist und Mate­rien.

Schaue ich mir nun unser Beispiel mit dem Arm an, welche Rolle die Infor­ma­tion auf der Quan­tenebene spielt:

WAS bewirkt ein wil­lentlich­er (durch Infor­ma­tion) aus­gelöster Ein­fluss auf die Mate­rien, wenn ich z.B. den Arm heb?

  1. Damit ich den Arm heben kann, müssen Muskeln kon­tak­tieren.
  2. Damit Muskeln kon­tak­tieren kön­nen, müssen Mem­brane für bes­timmte Min­erale (Natri­um, Kali­um, event. Chlo­rid) durch­läs­sig gemacht wer­den (Aus­lösen eines elek­trischen Aktionspoten­zials).
  3. Damit Mem­brane durch­läs­sig gemacht wer­den, müssen bes­timmt Pro­teine / Enzyme die Mem­bran­tore bewe­gen und öff­nen.
  4. Damit Pro­teine / Enzyme die Mem­bran­tore öff­nen kön­nen, müssen sie ihre Form/Struktur/Gestalt (Kon­fig­u­ra­tion) in eine neuen Form/Struktur/Gestalt (Kon­fig­u­ra­tion) ver­wan­deln.
  5. Damit eine Ver­wand­lung in die aktive Pro­tein-Kon­fig­u­ra­tion stat­tfind­en kann, müssen Kraft- und Zeit­op­er­a­tio­nen auf die Molekül­bindun­gen der Pro­teine / Enzyme ein­wirken.
  6. Für diese Kraft – und Zeit­op­er­a­tio­nen müssen Spins ihre Eigen­schaft ändern kön­nen, müssen Infor­ma­tio­nen fließen.
  7. Wille/ Geist/ Bewusst­sein kanal­isieren diese Infor­ma­tio­nen
  8. Erst wenn all diese Voraus­set­zun­gen erfüllt sich, kon­tak­tiert der Muskel!

Ein geistiges Prinzip – mein Wille – hat also ursäch­lich (kausal) eine Kraft an Molekül­bindun­gen erzeugt. Doch wie kann diese vom Geist aus­gelöste Kraft wirken?

Jede Kraft set­zt zwin­gend Energie voraus. Doch woher kommt diese Energie?

Der Prozess, in dessen Ver­lauf Energie auf eine moleku­lare Kon­struk­tion in Raum und Zeit ein­wirkt, fol­gt den Geset­zmäßigkeit­en der Quan­ten­physik.

Auch das Bewusst­sein mod­uliert offen­sichtlich der­ar­tige moleku­lare Raum-Zeit-Gebilde und fol­gt dabei den Geset­zmäßigkeit­en der Quan­ten­physik.

Auf­bau und Funk­tion des leben­den Organ­is­mus zu ergrün­den gehört zu den Auf­gaben der Natur­wis­senschaft. Das Wirken ein­er „geisti­gen Kraft“ im Rah­men dieses Organ­is­mus wurde bish­er von der Philoso­phie bear­beit­et.

Bere­its 1997 stell­ten u.a. Neuser und Neuser-von Oet­tin­gen fest, dass die neue Physik fest­gestellt hat, dass es auf ele­mentaren Ebe­nen unseres Lebens ein fließen­der Über­gang stat­tfind­et und eine strik­te Tren­nung der bei­den Forschungs­diszi­plinen unmöglich ist. Offiziell wird der Bere­ich, in dem sie sich über­schnei­den, mit dem Begriff Quan­ten­philoso­phie umschrieben.

Information und subjektives Bewusstsein steuern Materie.

Infor­ma­tion und sub­jek­tives Bewusst­sein steuern Materie. Das war eine der fol­gen­re­ich­sten Erken­nt­nisse, die sich aus der neuen Physik ergeben haben.

Wern­er Heisen­berg sagte ein­mal: „Das Argu­ment, lebende Organ­is­men seien nur mit den Geset­zen der Physik und Chemie zu erk­lären und es gäbe keine Vital­ität­skraft, stimmt nicht mit der mod­er­nen Quan­ten­the­o­rie übere­in.“ (Lud­wig, 1994)

Kräfte-Wech­sel­wirkun­gen wer­den durch Quan­ten­felder beschrieben. Quan­ten­felder beste­hen aus Quan­ten­teilchen. Quan­ten­teilchen beste­hen aus Quan­ten­bits. Die von uns wahrgenommene Materie enthält dies alles.

Sie hat ihre Form / Struk­tur / Gestalt also durch pure Quan­ten­in­for­ma­tion erhal­ten. Alle Quan­ten­in­for­ma­tio­nen sind als Möglichkeit­en in einem uni­versellen Urfeld niedergelegt.

Quan­ten­in­for­ma­tion ist Grund­sub­stanz; sie zeigt, dass die Materie im Prinzip aus dem­sel­ben Stoff ist wie unsere Gedanken.“ (Thomas Gör­nitz, 2007)

Ich wün­sche Ihnen einen wun­der­schö­nen Tag

Ihre Kirsten Sei­del